NEWS/

Verleihung der PEPMAC Awards 2012

Die Sieger der PEPMAC Awards 2012 zur Lösungsfindung gegen Feinstaubimmissionen stehen fest. Prämiert wurden die Preisträger am 13. Dezember 2012 in der Grazer Orangerie im Burggarten.

Dipl.-Ing. Dr. Heribert Summer: Elektrostatischer Feinstaubfilter zur Vermeidung bzw. Reduzierung von Feinstaub von Holzfeuerungen (Kategorie: Air-to-Air)


Jurybegründung:
„Der Einsatz erneuerbarer Energien stellt eine wichtige Maßnahme im Kampf gegen den Klimawandel dar. Die Verwendung von Holz als CO2-neutraler Brennstoff erfreut sich auch in städtischen Haushalten zunehmender Beliebtheit. Allerdings leisten Holzheizungen einen nicht unwesentlichen Feinstaubbeitrag. Der Projektvorschlag setzt Elektrofilter ein, um die Emissionen dieser Anlagen deutlich zu reduzieren. Grundsätzlich ist dieser Vorschlag nicht neu, Elektrofilter sind in Großanlagen seit Jahrzehnten Stand der Technik. Die spezielle Herausforderung besteht nun darin, auch für kleine Anlagen im privaten Bereich betriebssichere und handhabbare Lösungen zu finden.

Bereits im Jahr 2007 wurde die Praxistauglichkeit dieser Abscheider untersucht. Damals war das Ergebnis, dass derartige Geräte zwar grundsätzlich ihren Zweck erfüllen, dass aber der nachträgliche Einbau aufwendig und teuer ist und eine gute Wartung für den erfolgreichen Betrieb unbedingt nötig ist. Ein Elektrofilter erfordert hohe Spannungen und bringt damit ein Sicherheitsrisiko in den Haushalt. Mit der Prämierung des Vorschlags soll eine Maßnahme, die eine Emissionsreduktion bei den Hausheizungen bringt, ausgezeichnet werden. Damit verbunden ist auch der Anreiz, das System praxistauglich zu machen (Nachweis der Wartungsfreundlichkeit, CE-Kennzeichnung).“

F.U.T.U.R. in Graz:  (© DI Andrea Redi)

F.U.T.U.R in Graz ‘From dUst Till Urban Regeneration’ Eine Kooperation von ORTLOS Space Engineering & formingrün (Kategorie: Air-to-Surface)


ORTLOS Space Engineering: Andrea Redi, Ivan Redi mit Dragan Danicic
und formingrün:  Johannes Leitner



Jurybegründung:
„F.U.T.U.R. nimmt sich vorrangig der vertikalen Flächen der Stadt und deren Potenzial, einen positiven Beitrag zur Feinstaubproblematik zu leisten, an. So werden die Brandwände oder Feuermauern, Innenhoffassaden und Flachdächer als mögliche Orte zur Begrünung identifiziert. Denn Pflanzen können Schadstoffe an ihre Blattoberflächen binden und die Präsenz von Feinstaubpartikeln in der Atemluft reduzieren.

Die Auszeichnung goutiert den Ansatz der stärkeren Einbindung von städtischem Grün in die historische Substanz der innerstädtischen Bereiche. Rechtliche wie technische Belange sollen geklärt werden, um die Umsetzung durch öffentliche wie private Hauseigentümer zu unterstützen. Eine praktische Umsetzung an einem Gebäude soll entsprechendes Anschauungsmaterial liefern.“
Green Graz:  (© DI Dr. Felix Pfister)

Dipl.-Ing. Dr. Felix Pfister und HOFRICHTER-RITTER Architekten ZT GmbH: Green Graz
(Kategorie: Air-to-Surface)









Jurybegründung:
„Das Projekt fokussiert die Potenziale der begrünten Fassade zur Feinstaubreduktion an beispielhaften Neubauten im städtischen Kontext. Auch hier wird argumentiert, dass Pflanzen Schadstoffe an ihren Blattoberflächen binden und die Präsenz von Feinstaubpartikeln in der Atemluft reduzieren. Weiters wird mit dem Imagepotenzial geworben, mit dem die Stadt Graz sich als „grüne“, also ökologische Stadt international positionieren könnte.

Mit diesem Vorschlag wird auf das gestalterische Potenzial der Fassadenbegrünung verwiesen und somit vertikales Grün für künftige Bauaufgaben im Stadtraum Graz thematisiert. Die verliehene Auszeichnung honoriert diese thematische Initiative. Mit der Anregung zur Umsetzung soll eine Dokumentation der vielseitigen Vorteile des vertikalen Grüns künftigen Bauherren zugänglich gemacht werden und zu weiteren Initiativen anregen.“
Autofasten:  (© Mag. Hemma Opis-Pieber)

Mag.a Hemma Opis-Pieber (Autofasten – Heilsam in Bewegung kommen): Autofasten das ganze Jahr – ein freiwilliger autofreier Tag pro Woche
(Kategorie: MEDAB)






Jurybegründung:
„Emissionen und andere Auswirkungen, die aus dem Verkehr resultieren, können nur wirksam reduziert werden, wenn die Verkehrsmenge aus dem motorisierten Individualverkehr abnimmt. Der Vorschlag baut auf eine erfolgreiche Aktion auf, die schon seit mehreren Jahren in der Fastenzeit den bewussten Verzicht auf das Auto nahelegt. Die Aktion soll nun auf das ganze Jahr ausgedehnt werden, mit dem Ziel, nicht nur die Schadstoffemissionen zu reduzieren, sondern auch „Zusatznutzen“, wie einen verminderten Treibstoffverbrauch, Lärmreduktion und weitere Vorteile für die Teilnehmer zu erreichen.

Vorgeschlagen wird, freiwillig einen Tag pro Woche auf das Auto zu verzichten. Durch die Auszeichnung soll das bisher schon erfolgreiche Projekt „Autofasten“ honoriert und damit der Anstoß zur ganzjährigen Umsetzung gegeben werden. Damit verbunden ist die sehr wichtige Botschaft, dass jede und jeder Mitverantwortung an der Feinstaubbelastung trägt. Eine spürbare Verbesserung der Luftbelastungssituation im Verkehrsbereich ist nur möglich, wenn alle ihren Beitrag zur Emissionsminderung leisten, also auf etwas verzichten. Mit dieser Aktion sollen konsequenterweise alle aufgerufen werden, ihren Beitrag zu leisten.“
Mitfahrnetzwerk flinc.org:  (© flinc AG)

flinc AG und Steirische Pendlerinitiative: Mitfahrnetzwerk flinc.org
(Kategorie: MEDAB)










Jurybegründung:
„Mitfahrbörsen sind eine Möglichkeit, den durchschnittlich sehr geringen Besetzungsgrad von PKWs, der im Stadtgebiet von Graz deutlich unter dem Wert zwei liegt, zu erhöhen. Es gibt bereits eine Reihe von Versuchen, diese Art der gemeinsamen Nutzung von Fahrzeugen zu forcieren, allerdings bisher nicht mit Erfolg bzw. einer entsprechenden Breitenwirkung.

Das Mitfahrnetzwerk flinc setzt nun auf moderne Technologien (Einsatz von Smart-Phones), die mittlerweile eine weite Verbreitung gefunden haben. Es ist zu hoffen, dass durch den Einsatz von modernen Technologien die Hürde zum Einstieg in die Mitfahrbörse geringer und die Akzeptanz und damit die Nutzung größer werden. Die Auszeichnung des Vorschlags honoriert die Idee, durch den Einsatz zeitgemäßer Technologien den Zugang zur Mitfahrbörse zu erleichtern. Auch hier gilt die Einladung, das System für den Einsatz in der Steiermark weiterzuentwickeln.“

Presseinformation zum Download (PDF)

IconPresseinformation zum Download (PDF) [.pdf - 410 kB]
POLICIES Zentrum für Wirtschafts- und Innovationsforschung

JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft mbH
Leonhardstraße 59, 8010 Graz
Tel.: +43-(0)316 876 1488 / Fax: +43-(0)316 876 1480 /E-mail: POLICIES@joanneum.at
pepmac.at/de/news/